Tropf, tropf, tropf …

Typisch norddeutsches Schietwedder. Kalt, ungemütlich und  Nieselregen. Grund genug zu Hause zu bleiben und sich mit Fotoexperimenten zu beschäftigen. Und was gibt es besseres als den kalten, ungemütlichen Tropfen da draußen ein paar schöne Tropfen hier drinnen entgegenzusetzen. Nicht so kalt und auch nicht so ungemütlich…

Tropfenbilder gibt es zu Tausenden, wenn nicht sogar zu Millionen in den Weiten des Internets. Warum also fotografieren, was schon Tausende vor mit fotografiert haben. Weil`s saumäßig Spaß macht! Außerdem ist es eine Fotospielerei, die ich, ehrlich gesagt, schon seit Jahren machen wollte. Als ich kürzlich in einer Fotozeitschrift einen sehr einfachen Aufbau hierfür fand, beschloss ich, das als mein nächstes Fotoprojekt in Angriff zu nehmen. Bevor ich euch erzähle, wie der Aufbau im Detail aussieht, lasst euch erstmal von meinen Tropfenskulpturen verzaubern.

Ein paar Worte zum Aufbau: Ich habe eine wassergefüllte Gefriertüte an einen Besenstiel gehängt, der von zwei Stühlen über meiner Wasserschale gehalten wurde. Als Hintergrund und Farbgeber diente Fotokarton, den ich direkt mit einem entfesselten Blitz beleuchtet habe. Kamera auf ein Stativ, Belichtung auf Blitzsynchrozeit, und los gehts.

Den Fokus habe ich mit dem Würfel eingestellt, den ihr im ersten Bild seht. Manchmal sind Einstellbilder auch nicht zu verachten. Den Startschuss gibt ein kleiner Pieks mit einer Stecknadel. Irgentwann hat mir ein Tropfen auch nicht mehr gereicht, und eh ich michs versah, sah die Tüte aus wie ein Schweizer Käse.

Als die Tüte schließlich leer war, hatte ich eine Menge Bilder gemacht, viele daneben, viele aber auch gut getroffen. Man kann dieses Projekt auch als eine Übung in Reaktionszeit und Timing ansehen. Wie lange braucht der Tropfen von der Tüte zur Schale, wann erwische ich den Tropfen noch in der Luft, wann kommen die besten Skulpturen usw.

Auch wenn es schon Abermillionen von Tropfenbildern gibt, probiert es einfach aus.  Man freut sich wie ein kleines Kind, wenn ein Schuss sitzt..und noch einer…und noch einer. Und dann wird die Fantasie angekurbelt: Der eine Tropfen erinnert an eine Frau, der andere an einen boxenden Schwimmer. Ein bisschen wie Bleigießen.

Was seht ihr in den Tropfengestalten?

Bis zum nächsten Mal.

Eure Juliane

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2 Kommentare zu „Tropf, tropf, tropf …

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